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von Alexander Parlow am 20.03.2026
Der letzte Brief
Tschüss du wunderbares Leben, ich musste gehen,
war noch lange nicht bereit dafür, hatte noch so viel vor,
wollte meine Enkel groß werden sehen und viel Liebe geben.
Wie herrlich war mein Leben, besonders in meinen letzten Jahren. Mein größtes Glück, mein Enkel Leonard wurden geboren und wohnte direkt neben mir. Täglich hörte ich ihn mehrmals „Oma, Oma“ durch den Garten rufen. So wunderschön. Die große Liebe war sehr nah.Das Glück wollte nicht Enden. Wir warteten auf unsere Zwillinge und Tati und Alex konnten meine neuen Nachbarn werden und dort ihr Nest aufbauen und dann auch für mehr Enkel sorgen.
Ich dachte mir oft, wie wundervoll kann die Welt für eine Mutter und Oma sein, wenn alle, die ich liebe, Garten an Garten bei mir wohnen. Für mich das Paradies auf Erden.
Im Februar 2018 hieß es dann für mich, mit gerade mal 65 und voll power, noch einmal richtig Gas geben. Die Zwillinge von Anne waren nun da und das Haus von Tati und Alex nebenan musste umgebaut werden. 10-12 Stundentage habe ich gerne gemacht. Es war einfach wunderbar und wunderschön.
Im Sommer wurde mir es dann hier und da zu viel. Ich konnte nicht mehr so wie ich wollte, wusste aber nicht warum. Ich ruhte mich im Schatten auf der Wiese aus. Dann fehlte mir hier und da ein Wort oder ich verdrehte es.
Kurz um bin ich mit Alexander ins Krankenhaus, meinen Namen konnte ich bei der Anmeldung nicht mehr schreiben.
Zwei Tage später kam eine Kolonne von Ärzten und meinten zu mir, ich hätte eine Raumforderung im Kopf was man auch Tumor nennen könnte., das war im August 2018.
Vom Höchstmaß an Glück nun zum schlimmsten Albtraum. Gefährlichster Hirntumor überhaupt hieß es. Sie werden in kürze Sterben.
Wir als Familie haben beschlossen alles stehen und liegen zu lassen und den Kampf aufzunehmen mit allem was uns zur Verfügung steht. Trotz 5 Operationen am Gehirn innerhalb 14 Monate lief alles gut und wir waren uns sicher zu den Gewinnern zu gehören. Jeden Rückschlag steckten wir weg, weil wir daran glaubten den Kampf zu gewinnen. Es war auch trotz der schlimmen Zeit auch eine sehr schöne Zeit. Im Monat 15 wurde es dann schon recht beschwerlich und anstrengend, weil die Einschränkungen doch zu groß wurden. Dann im Monat 16 mussten wir uns leider so langsam eingestehen, den Kampf möglicherweise verlieren zu können. Unser Ziel im Sommer 2020 im Bädle schwimmen zu gehen war nach wie vor vor unseren Augen.
Am 24.12.2019 war es dann besiegelt. Ich konnte nicht mehr trinken und auch nicht mehr essen. Nur noch viel Morphium, liegen und atmen ging. Am 30.12. habe ich dann die Welt verlassen, um meinen lieben Papa Edi, meine Oma, einige Freunde und meinen lieben Hund Donna wieder zu treffen.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch allen, die diesen Brief von mir erhalten. Lasst Euch nur etwas mehr Zeit und genießt es ein toller glücklicher Mensch zu sein.
Die Liebe war groß in mir und ich war von Liebe umgeben.
Es war wunderschön schön aber zu kurz.
Zum Schluss, hört Euch von meinem lieben Udo Jürgens „Immer wieder geht die Sonne auf“ an und denkt an mich.
Wo meine letztes Zuhause ist, könnt ihr von meinen Kindern erfahren und mich jederzeit gerne besuchen kommen. Mein Wunsch war es so nah wie nur möglich bei Ihnen zu bleiben.
Ich danke Euch für all die schönen Momente.
Christine
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Auch ohne Worte
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